Gleich fangen wir an zu TANZEN…

Prenatal Yoga: Unsere Kursleiterin Ulya im Interview

Bewegung in der Schwangerschaft tut gut und ist wichtig, um Kraft für die Geburt zu sammeln. Spezielles Schwangerschafts-Yoga eignet sich ganz besonders als leichtes Sportprogramm für alle Schwangeren, denn die Übungen sind sanft und kräftigend zugleich. TANZ IM LADEN- Kursleiterin Ulya erzählt uns alles Wissenswerte rund um ihr Angebot Prenatal Yoga.

Ulya Yavuz-Ziegler, TANZ IM LADEN-Dozentin für Prenatal Yoga

Liebe Ulya, du unterrichtest seit September 2018 den neuen Kurs Prenatal Yoga bei TANZ IM LADEN. Warum empfiehlst du Frauen, in der Schwangerschaft Yoga zu machen?

Yoga ist super, um das Körperbewusstsein und das Gefühl für den eigenen Körper zu stärken. Und das ist gerade für schwangere Frauen besonders wichtig. Außerdem bleibt man mit Yoga in Bewegung und hält den Körper geschmeidig.

Ist Yoga in der Schwangerschaft auch für Frauen geeignet, die zuvor noch nie Yoga gemacht haben? Man hört ja manchmal davon, dass Ungeübte sich beim Yoga sogar verletzen können…

Das Verletzungsrisiko im Yoga ist natürlich nicht zu unterschätzen, genau wie in anderen Sportarten auch. Aber genau wie in allen Sportarten sind ja nicht die Übungen das Problem, sondern das falsche Ausführen der Übungen. Unter der richtigen Anleitung, wie in meinen Kursen, ist das Risiko extrem gering. Das Prenatal Yoga, das ich unterrichte, ist zudem eine besonders sanfte Art von Yoga.

Ich sag mal so: Wenn ich sportlich anspruchsvolles Yoga, z.B. nach Ashtanga, lernen will, dann darf ich damit nicht in der Schwangerschaft anfangen. In meinen Prenatal Kursen lege ich den Fokus nicht auf die sportliche Herausforderung, sondern es geht um langsame und bewusste Bewegungen. Wir versuchen gemeinsam, die Verbindung zwischen Körper und dem eigenen Selbst wiederherzustellen.

Das klingt nach einem sehr sanften Konzept. Gibt es denn auch sportliche Aspekte?

Klar, wir machen natürlich Übungen, die z.B. die Bauchmuskulatur, den Beckenboden, die Arme oder die Pomuskulatur stärken. Aber du kommst nicht einmal die Woche in meinen Prenatal Kurs und gehst als Maschine nach Hause. Dafür ist eine Schwangerschaft aber auch nicht der richtige Zeitpunkt! In meinem Kurs wirst du dein sportliches Level auf jeden Fall halten, vielleicht auch etwas stärken.

Wer Kraft aufbauen will, nimmt sich die Übungen einfach mit nach Hause. Ich nenne das „Bewegungs-Häppchen“, die ich den Frauen in jeder Kursstunde als kleine Hausaufgabe mitgebe: Das sind kleine und einfache Übungen, die man problemlos in den Alltag integrieren kann, die aber richtig was bewirken.

Hilft dein Kurs den Frauen dabei, sich auf die Geburt vorzubereiten?

Vorbereitungen auf die Geburt sind fester Bestandteil meines Kurses. Wir trainieren z.B. verschiedene Atemtechniken und Methoden, um das Becken zu lockern. Ich gehe mit den Frauen auch die unterschiedlichen Geburtspositionen durch und töne mit ihnen, weil das Tönen ein ganz tolles Tool ist, das man unter der Geburt anwenden kann. Außerdem mache ich Schmerzbegegung mit den Schwangeren: Wie gehe ich mit Schmerz um und was kann ich dagegen tun?

Klingt fast, als könnte man sich einen klassischen Geburtsvorbereitungskurs sparen...?

Mein Prenatal-Yoga ist mit Sicherheit eine gute Ergänzung zu normaler Geburtsvorbereitung. Aber die Schwerpunkte sind ganz andere. In den klassischen Kursen geht es ja viel um die technischen Dinge: Wie wandert das Baby durch den Geburtskanal? Was ist eine PDA? Was passiert im Kreißsaal? Das mache ich natürlich alles nicht. Dafür gibt es in meinem Kurs vieles, was in der klassischen Geburtsvorbereitung oft zu kurz kommt, wie das Atmen, Tönen, Becken lockern usw.

Für welchen Zeitraum der Schwangerschaft empfiehlst du deine Kurse eigentlich?

Generell ist die Empfehlung, erst nach der 13./14. Woche mit einem leichten Sportprogramm zu beginnen, da im ersten Trimester die Schwangerschaft noch nicht so stabil ist. Wer sich gut fühlt und möchte, kann natürlich auch schon eher beginnen. Ich finde aber auch, dass man sich im ersten Trimester ruhig schonen darf. Viele Frauen verlangen schnell zu viel von sich, obwohl sie sich nicht gut fühlen. Ab dem zweiten Trimester steht meinem Yoga-Training dann nichts mehr im Wege und es kann gerne bis zum Geburtstermin ausgeführt werden!

Eine letzte Frage zu dir persönlich: Wie bist du eigentlich zum Yoga gekommen und hast du selbst Erfahrung mit Yoga in der Schwangerschaft?

Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen mit Yoga gemacht. Da bin ich mit einer Freundin zu einem Kurs gegangen, den ein gefühlt uralter Mann geleitet hat, der aber so fit und mobil und freundlich war, dass ich sofort dachte: Wow, Yoga ist doch ne geile Sache! Dann habe ich Yoga doch wieder aus den Augen verloren und erst viele Jahre später, als ich eine Verletzung am unteren Rücken hatte, auf Empfehlung eines Physiotherapeuten wieder damit begonnen.

Nach einem Ashtanga Workshop habe ich dann gemerkt, dass das was für mich ist. 2015 habe ich dann eine Hatha-Yoga-Ausbildung gemacht und seitdem unterrichte ich auch. 2016 bin ich dann selbst schwanger geworden und habe damals quasi entwickelt, was ich jetzt als Prenatal Yoga unterrichte. Aktuell mache ich eine Fortbildung, in der ich meinen Kurs noch verfeinern will.

Danke, liebe Ulya, fürs Beantworten unserer Fragen!

Infos: Ulyas Kurs findet immer freitags von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr statt. Die nächste Kurssequenz zu 13 Terminen startet am 6. September 2019. Eine unverbindliche Probestunde ist zu Beginn möglich. Auch danach ermöglichen wir dir gerne einen Schnuppertermin und ggf. einen nachträglichen Kurseinstieg. Dazu bitten wir um kurze Anmeldung unter info@tanz-im-laden.de.

Übrigens: Über Facebook und unseren Newsletter bekommst du auch regelmäßig Angebote, z.B. Gutscheine für kostenlose Probestunden. Unseren Newsletter kannst du über das unten stehende Formular abonnieren. Zu Facebook geht es hier entlang: facebook.com/TANZIMLADEN.